Vertrauen in Künstliche Intelligenz durch Normen

Key Areas for AI Roadmap
Schwerpunktthemen KI Roadmap (c) DIN

2021-03-07
Deutsche Normungsroadmap vorgestellt.

Künstliche Intelligenz ist aus der digitalen Welt bereits nicht mehr wegzudenken. Doch klar ist auch: Eine Technologie wird flächendeckend erst dann erfolgreich zum Einsatz kommen, wenn die Gesellschaft sie akzeptiert. Unternehmen erkennen zwar zunehmend die Chancen durch KI – in der Bevölkerung stößt Künstliche Intelligenz jedoch aufgrund mangelnden Vertrauens und ethischer Bedenken teils auf Ablehnung. Deshalb sind Regeln und Vorgaben nötig, die sicherstellen, dass ethische Werte eingehalten werden.
Hier setzen Normen und Standards an: Sie beschreiben technische Anforderungen und definieren Qualitätskriterien. Das trägt zu einer robusten KI bei und erleichtert es, die Zuverlässigkeit der Resultate von KI-Systemen zu beurteilen. Beides stärkt das Vertrauen in diese Technologie. Ein weiterer Vorteil: Wenn Deutschland es über Normung und Standardisierung schafft, die europäischen Wertmaßstäbe in KI-Anwendungen zu integrieren, können deutsche KI-Produkte weltweit höhere Akzeptanz finden.

Im Auftrag der Bundesregierung hat eine Expertengruppe daher eine Normungsroadmap für Künstliche Intelligenz entwickelt. Diese Roadmap hat zwei wesentliche Ziele: Erstens soll sie einen Überblick über bereits vorhandene KI-Normen und -Standards geben. Dazu beschreibt sie das Umfeld, in dem sich KI-Standardisierung bewegt. Zweitens soll sie zeigen, wo es hier noch Normungs- und Standardisierungsbedarf gibt. Auf dieser Basis formuliert die Roadmap konkrete Handlungsempfehlungen.

Die Normungsroadmap KI ist in sieben Schwerpunktthemen unterteilt:

  • Grundlagen
  • Ethik/Responsible AI
  • Qualität, Konformitätsbewertung und Zertifizierung
  • IT-Sicherheit bei KI-Systemen
  • Industrielle Automation
  • Mobilität/Logistik
  • KI in der Medizin

Referenzen

/1/

https://www.din.de/de/forschung-und-innovation/themen/kuenstliche-intelligenz/fahrplan-festlegen

/2/ Deutsche Normungsroadmap Künstliche Intelligenz

https://www.din.de/resource/blob/772438/6b5ac6680543eff9fe372603514be3e6/normungsroadmap-ki-data.pdf

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Gerhard Schimpf, the recipient of the ACM Presidential Award 2016, has a degree in Physics from the University of Karlsruhe. As a former IBM development manager and self-employed consultant for international companies, he has been active in ACM for over four decades. He was a leading supporter of ACM Europe, serving on the first ACM Europe Council in 2009. He was also instrumental in coordinating ACM’s spot as one of the founding organizations of the Heidelberg Laureates Forum. Gerhard Schimpf is a member of the German Chapter of the ACM (Chair 2008 – 2011) and a member of the Gesellschaft für Informatik. --oo-- Gerhard Schimpf, der 2016 mit dem ACM Presidential Award geehrt wurde, hat an der TH Karlsruhe Physik studiert. Als ehemaliger Manager bei IBM im Bereich Entwicklung und Forschung und als freiberuflicher Berater international tätiger Unternehmen ist er seit 40 Jahren in der ACM aktiv. Er war Gründungsmitglied des ACM Europe Councils und gehört zum Founders Club für das Heidelberg Laureate Forum, einem jährlichen Treffen von Preisträgern der Informatik und Mathematik mit Studenten. Gerhard Schimpf ist Mitglied des German Chapter of the ACM (Chairperson 2008 – 2011) und der Gesellschaft für Informatik.


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